Herzsportgruppe Turnverein Elsenfeld Ansprechpartner: Ingbert Frankenberger Tel.: 09372/8954
  Reisen bei Herzschwäche:# Jeder Patient, der zwei Stockwerke ohne Atemnot steigen kann, ist normalerweise auch flugtauglich! Reisen   hat   heute   einen   wichtigen   Anteil   an   der   Lebensqualität.   Patienten   mit   Herzschwäche   stellt   sich   da   oft   die   Frage,   was   sie sich   zumuten   dürfen.   Und   das   hängt   im   Wesentlichen   davon   ab,   wie   schwer   die   Herzschwäche   im   eigenen   Fall   ist.   Konkret   heißt das,   dass   die   Belastungen,   die   während   einer   Reise   für   das   Herz-Kreislauf-System   auftreten   können,   den   Beschwerden   eines Herzpatienten    auch    angepasst    sein    sollen.    Bei    nur    geringen    Beschwerden    lässt    sich    im    Allgemeinen    ohne    wesentliche Einschränkungen   verreisen.   Allerdings   können   Reisen   in   Zielgebiete   mit   einer   Höhenlage   ab   1.500   m   oder   solche   mit   hoher Luftfeuchtigkeit nicht angeraten werden, da sie in der Regel mit einem erhöhten Risiko verbunden sind. Sollen   bis   zum   Reiseziel   Distanzen   über   1.000   Kilometer   zurückgelegt   werden   müssen,   gilt   das   Flugzeug   als   das   bevorzugte Verkehrsmittel,   weil   eine   lange   Fahrt   mit Auto   oder   Bahn   oft   stärker   belastet   als   ein   Flug.   Vor   Langsteckenflügen   sollte   aber   immer der behandelnde Arzt um Rat gefragt werden. Oft   stellt   sich   dann   aber   auch   die   Frage,   wie   es   bei   Herzschwäche   überhaupt   mit   der   Flugtauglichkeit   aussieht.   Dazu   lässt   sich sagen,   dass   der   Luftdruck   in   modernen   Flugzeugen   bei   einer   üblichen   Reisehöhe   von   etwa   10.000   Metern   einem   Aufenthalt   in einer   Höhe   von   etwa   2.000   bis   2.500   Metern   entspricht,   weil   der   Luftdruck   in   der   Kabine   nicht   vollständig   angepasst   werden   kann. Der   Sauerstoffgehalt   der   Atemluft   an   Bord   ist   um   etwa   20   Prozent   verringert,   was   bei   nur   leichter   Herzschwäche   keine   Probleme bereitet.   Ein   Patient   mit   schwerer   Herzschwäche   kann   darüber   aber   an   die   Grenze   seiner   Belastbarkeit   kommen,   insbesondere wenn eine koronare Herzkrankheit oder begleitend eine chronische Lungenerkrankung vorliegt. Eine   einfache   Regel   sagt,   dass   jeder   Patient,   der   zwei   Stockwerke   ohne   Atemnot   steigen   kann,   normalerweise   auch   flugtauglich ist. Wichtig   ist   auch,   dass   während   einer   Reise   immer   eine   ausreichende   medizinische   Versorgung   gewährleistet   oder   kurzfristig verfügbar    ist.    Dies    gilt    insbesondere    für    die    zunehmende    Zahl    an    Kreuzfahrten.    Hier    sollten    sich    Patienten    vorab    über    die medizinische   Versorgung   an   Bord   informieren.   Gegenden,   in   denen   eine   medizinische   Versorgung   nach   heutigem   Standard   fehlt   - so   beispielsweise   eine   Klinik   mit   24-h-Katheterbereitschaft   -   sollten   Risikopatienten   mit   koronarer   Herzkrankheit   oder   solche   mit fortgeschrittener Herzschwäche auf jeden Fall meiden. Patienten    mit    Herzschwäche    müssen    auf    jeder    Reise    zuverlässig    ihre    Medikamente    in    ausreichender    Menge    mitnehmen. Empfohlen   wird   generell,   darüber   hinaus   auch   eine   Reserve   einzupacken   und   das   für   den   Fall,   dass   sich   die   Rückreise,   aus welchem Grund auch immer, um ein paar Tage verzögert. Anmerkung:   D iese   Informationen   wurden   einem   Interview   mit   PD   Dr.   med.   Magnus   Baumhakel   von   der   Medizinischen   Klinik   für Interventionelle   Kardiologie   und   Angiologie   in   Saarbrücken,   entnommen.   Das   Interview   ist   veröffentlicht   im   Heft   4/2014   "Herz heute", der Zeitschrift  der Deutschen Herzstiftung. zurück
Herzsportgruppen Turnverein Elsenfeld Abteilungsleiter: Heinz Ruppert Tel.: 09372 / 65 09
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