Herzsport Elsenfeld
Herzsport-Ausflug     nach     Wetzlar     -     Gießen     - Butzbach Das   hessische   Wetzlar   war   erstes   Ziel   des   Herzsport- Ausfluges   2014.   Eigentlich   war   es   aber   New York   -   nicht geplant,   aber   faszinierend   präsentiert:   Am   Wöllbacher Tor   lockte   uns   nämlich   gleich   eine   "Rundum-Installation" des   Kamera-Herstellers   Leica   an,   der   gerade   seinen   60 Millionen   Euro   teuren   Neubau   in   Wetzlar   bezog   und   aus diesem    Anlass    mit    einigen    fotografischen    Highlights temporär    das    kulturelle   Angebot    der    Stadt    bereichert hat. Von    zwei    Stadtführerinnen    ließen    wir    uns    dann    die ehemalige   Reichstadt   zeigen,   in   deren   Mauern   ab   1689 das    Reichskammergericht,    das    höchste    Gericht    des Heiligen   Römischen   Reiches   deutscher   Nation,   seinen Sitz    hatte.    Und    an    ihm    war    Johann    Wolfgang    von Goethe    von    Mai    bis    September    1772    als    Praktikant eingeschrieben.   Ob   er   hier   mit   Freude   an   die Arbeit   ging ist   nicht   überliefert,   dafür   aber   seine   glücklose   Romanze mit    Charlotte    Buff.    Sie,    schon    verlobt    als    Goethe    ihr seine   Zuneigung   offenbarte,   hatte   nach   dem   frühen   Tod der   Mutter   als   zweitälteste   von   sechzehn   Kindern   eines Deutsch-Ordens-Amtmanns   den   väterlichen   Haushalt   zu führen.          Sicherlich keine       leichte       und wenig                Freizeit lassende    Aufgabe!     Jedenfalls     war     es     Lotte,     an     der     Goethe "scheiterte",    die    ihm    aber    den    Stoff    für    sein    Erstlingswerk    "Die Leiden des jungen Werther" lieferte. Vom   "Lotte-Haus"   am   Deutschordenhof   führte   uns   der   Weg   durch Gassen   und   kleine   Plätze   hinunter   zur   Lahn.   Dem   Dom,   einem "steingewordenen   Buch   über   mittelalterliche   Baustilkunde"   widmen wir    auf    diesem    Weg    unsere    besondere    Aufmerksamkeit.    1230 begonnen   ist   er   heute   noch   unvollendet.   Als   Simultankirche   wird das   romanisch-gotische   Bauwerk   sowohl   von   evangelischen   als   auch   katholischen   Christen   genutzt.   Amüsiert   nehmen wir   zur   Kenntnis,   dass   hier   beide   Konfessionen   einen   eigenen   Zugang   zur   Elektrizität   haben   und   insoweit   auch   je   einen eigenen   Stromzähler   besitzen.   Unser   Herzsportler   Horst   Semler   erfreute   uns   beim Aufenthalt   im   Dom   mit   einem   dem   Ort angemessenen geistigen Lied. In   Gießen   ließen   wir   uns   in   der   "Brauerei Alt-Gießen"   das   Mittagessen   schmecken.   Und   es   war   nicht   nur   gut,   sondern   auch   preisgünstig! Am   Büffet   konnte man   sich   schon   für   6,90   €   mit   Vorspeise,   Hauptgericht   und   Dessert   eindecken.   Eine   gut   eineinhalbstündige   Fahrt   auf   der   Lahn   unternahmen   wir   danach mit    "Schlammbeisser"-Booten    der    Marinekameradschaft    Gießen.    Und    wir    waren    auf    dem    Fluss    nicht    allein.    Kanuten    absolvierten    sportliche Trainingseinheiten   ab   den   vereinseigenen   Bootshäusern,   Wasserwanderer   zogen   wesentlich   geruhsamer   ihre   Bahn.   Und   wir   merkten,   dass   die   Lahnufer stark   mit   Bäumen   bewachsen   sind.   Beidseitig   gab   der   grüne   Gürtel   nur   an   wenigen   Stellen   eine   Sicht   in   die   Weite   frei.   Und   auch   hier   gab   es   einen Anlass zum   Schmunzeln:   Bei   der   Passage   machte   uns   der   Bootsführer   auf   das   Grundstück   des   "Männer-Bade-Vereins   Gießen"   aufmerksam.   Dieser   schon   seit 1836 bestehende und auch heute noch intakte Verein wird, wie er uns sagte, derzeit von einer Frau als Vorsitzender angeführt! Drittes   Tagesziel   war   Butzbach.   Dort   schlenderten   wir   über   den schönen   Marktplatz,   auf   dem   gerade   Aufbauten   für   ein   deutsch- italienisches     Fest     vorgenommen     wurden.     Manche     unserer Herzsportler   ließen   sich   hier   einen   Eisbecher   servieren,   der   -   so wurde   gesagt   -   besonders   gut   schmecke.   Andere   frönten   der Kultur   und   machten   der   naheliegenden   gotischen   Markus-Kirche ihre Aufwartung.   Schon   im   frühen   14.   Jahrhundert   als   Basilika   errichtet   wurde   sie   um   1520   zur   dreischiffigen   Hallenkirche   umgestaltet.   Im                                                                     Hof des   Restaurants   "Zum   Stern" fanden    wir    uns    dann    zum Abendessen                  wieder zusammen.     Zurück     in     der Heimat        waren    wir    gegen 22.30    Uhr.    Das    ermöglichte allen   Fußballbegeisterten,   im Fernsehen    wenigstens    noch eine      Halbzeit      des      Eröff- nungsspieles        der        Welt- meisterschaft      2014      anzu- schauen. Das     Resümee     des     Tages: Ein         abwechslungsreiches Programm,      bestes      Wetter und    gute    Gespräche    -    ein Mix,     der     den     Ausflug     in Erinnerung halten wird! zurück
Herzsportgruppen Turnverein Elsenfeld Abteilungsleiter: Heinz Ruppert Tel.: 09372 / 65 09
Übungsstunden: montags: 18:30 bis 20:00 Uhr dienstags: 19:30 bis 21:00 Uhr