Herzsportgruppe Turnverein Elsenfeld Ansprechpartner: Ingbert Frankenberger Tel.: 09372/8954
Herzsport Elsenfeld
  Mit dem Bayern-Ticket zum Weltkulturerbe Bamberg war   das   Moto   des   Ausflugs,   den   die   Herzsportler   des   TVE   am   Mittwoch,   12.   Juni   2013,   unternommen   haben.   In   den   Zug   eingestiegen   wurde   in Erlenbach,   Obernburg-Elsenfeld   und   Kleinwallstadt.   Und,   wie   es   das   Schicksal   so   will,   erfolgte   die   erste   Kontrolle   der   Fahrkarten   bereits   zwischen Erlenbach   und   Obernburg.   Doch   die   charmante   Zugbegleiterin   hatte   keinen   Einwand,   dass   wir   da   schon   gegen   die   Regeln   des   "Bayern-Ticket" verstoßen   hatten.   Obwohl   erst   für   Fahrten   ab   9.00   Uhr   zugelassen   waren   die   Erlenbacher   Herzsportler   schon   ein   paar   Minuten   vor   diesem   Zeitpunkt zugestiegen.   Unsere   Argumentation,   dass   der   Zug   die   Mitfahrer   aus   Obernburg,   Elsenfeld   und   Kleinwallstadt   erst   nach   9.00   Uhr   aufnehme   und   dass über   die   ganze   Gruppe   gerechnet,   sich   so   "ein   mittlerer   Einstieg"   ergibt,   der   nach   9.00   Uhr   liegt,   wurde   als   "logisch"   anerkannt.   Da   soll   noch   jemand schlecht über Fahrgastkontrolleure der Bahn reden! Wir klopften uns jedenfalls selbst auf die Schultern, dass wir so gut rechnen konnten! Für   viele   der   Teilnehmer   war   die   Zugfahrt   pure   Nostalgie,   waren   sie   doch   längst   einer Bahnfahrt   entwöhnt.   Zumindest   für   sie   war   dann   gleich   auch   der   Streckenabschnitt Aschaffenburg    -    Würzburg    ein    Erlebnis    besonderer    Art:    Die    Waggons    waren    hier zweigeschossig,   so   dass   eine   ungewohnte   Aussicht   von   oben   herab   genossen   werden konnte. Bamberg     wurde     um     die     Mittagszeit erreicht.     Plätze     für     das     Mittagessen waren   in   der   "Brauerei   Spezial",   einem alten   Traditionshaus   reserviert.   Und   hier floß       auch       gleich       das       berühmte Rauchbier,       wozu       die       Speisekarte Schäufele,       Tafelspitz       und       andere kulinarische    Spezialitäten    zur    Auswahl stellte.   Gegen   die   günstigen   Preise   -   weit unter      denen      der      gastronomischen Betriebe     unserer     Region          -     hatte niemand etwas einzuwenden! Dann    kam    die    "Kultur"    zu    ihrem    Recht,    die    bei    einer    solchen    Fahrt    sein    muss:    In    zwei    Gruppen    durchwanderten    die    Herzsportler    mit    sehr geschichtskundigen   Stadtführerinnen   das      "Fränkische   Rom",   wie   Bamberg   genannt   wird,   nachdem   die   Stadt   auch   auf   sieben   Hügeln   erbaut   worden ist.   Sankt   Martin,   die   aus   dem   späten   17.   Jahrhundert   stammende   Jesuitenkirche   nahe   dem   "Grünen   Markt",   war   Ausgangspunkt   der   Führung.   Der Weg   führte   an   vielen   denkmalgeschützten   Ensembles   vorbei,   die   zwischen   mittelalterlicher   und   barocker   Baukunst   anzusiedeln   sind.   Malerisch   zeigte sich   die   bürgerliche   Inselstadt   zwischen   den   beiden   Flussarmen   der   Regnitz,   insbesondere   das   "Klein-Venedig"   und   das   ab   1461   auf   einer   künstlichen Insel   errichtete   Alte   Rathaus,   das   nur   über   zwei   Brücken   erreichbar   ist.   Die   meiste   Zeit   nahmen   sich   aber   beide   Gruppen   für   die   Domvisite.   Das großartige,   nach   einem   Brand   des   Vorgängerbaues   zwischen   1190   und   1237   errichtete Gotteshaus,      zeigte      seine      reiche      Innenausstattung.      Das      bekannteste      der Schmuckstücke   kannten   viele   der   Teilnehmer   noch   aus   dem   Geschichtsunterricht   der eigenen   Schulzeit   -   den   eine   Königskrone   tragenden   mysteriösen   Bamberger   Reiter. Man    sagt,    dass    diese    Skulptur,   Anfang    des    13.    Jahrhunderts    geschaffen,    in    der Darstellung    das    hochmittelalterliche    Schönheitsideal    verkörpere.    Aber    auch    die Grablege    von    Papst    Clemens    II    und    mehr    noch    das    aus    Solnhofener    Kalkstein geschaffene     Hochgrab     des     heilig     gesprochenen     Kaiserpaares     Heinrich     II     und Kunigunde   fesselten   Interesse   und   Aufmerksamkeit,   sind   doch   sowohl   die   Deckplatte als    auch    die    eindrucksstarken    Seitenreliefs    Werke    von Tilman    Riemenschneider.    Dann    noch    ein    Besuch    im benachbarten    Rosengarten    und    die    zwei    Stunden,    die man   sich   für   das   Weltkulturerbe   genommen   hatte,   waren wie im Fluge vergangen. Mit   neu   gewonnenem   Wissen   führte   ein   nur   kurzer   Weg vom   Domplatz   in   das   für   die   Herzsportler   vorreservierte "Bamberger   Zimmer"   des   "Schlenkerla",   ursprünglich   eine Räumlichkeit   des   Dominikanerklosters,   das   im   Zuge   der Säkularisation   verstaatlicht   und   später   vom   Besitzer   des benachbarten      Brauhauses      zugekauft      wurde.      Das "Schlenkerla",    1405    erstmals    urkundlich    erwähnt,    ist heute        der        bekannteste        und        renommierteste gastronomische Betrieb Bambergs. Mit   einem   Plan   ausgestattet,   der   den   Weg   zum   Bahnhof   auswies,   blieb   danach   allen   Fahrtteilnehmern noch   eine   gute   Stunde   Zeit,   individuell   all   die   Stellen   anzulaufen,   an   welchen   man   die   bei   der   Führung gewonnenen   Eindrücke   vertiefen   wollte   oder   wo   sich   -   das   Wetter   lud   dazu   ein   -   einfach   ein   schöner Eisbecher genießen ließ. Kurz vor 19.30 Uhr dann Start in die Rückfahrt. Die heimatlichen Bahnhöfe waren eine Stunde vor Mitternacht erreicht. Fazit: Ein interessanter Tag, der mal wieder - wie von den Teilnehmern zu hören war - gefallen hat zurück
Herzsportgruppen Turnverein Elsenfeld Abteilungsleiter: Heinz Ruppert Tel.: 09372 / 65 09
Übungsstunden: montags: 18:30 bis 20:00 Uhr dienstags: 19:30 bis 21:00 Uhr